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«Die Oscarnomination bringt meine Karriere so oder so vorwärts»

Für die 92. Oscarverleihung, die in rund zwei Wochen in Los Angeles über die Bühne geht, ist auch ein Bündner eingeladen. Ob Gian Franco Tordi an der grossen Party teilnehmen wird, ist aber noch offen, «denn eigentlich ist feiern nicht so mein Ding.» Lieber bereitet sich der Engadiner auf das nächste Projekt vor.

Simone
Zwinggi
Mittwoch, 22. Januar 2020, 04:30 Uhr Bündner in «Ford v Ferrari»
Der St. Moritzer Gian Franco Tordi lobt die Zusammenarbeit mit Filmdirektor James Mangold.
GIAN FRANCO TORDI

In insgesamt vier Kategorien ist der Film «Ford v Ferrari», der seit Mitte November in den Deutschschweizer Kinos läuft, für die Oscars 2020 nominiert worden:

  • Bester Film
  • Bester Schnitt (Michael McCusker und Andrew Buckland)
  • Bester Tonschnitt (Don Sylvester)
  • Bester Ton

In «Ford v Ferrari» geht es um das Autogigantenduell in der Nachkriegszeit zwischen Ford und Ferrari. Ford-Boss Henry Ford will Ferrari übernehmen, indem er ein Auto entwickeln lässt, das das prestigeträchtige 24-Stundenrennen von Le Mans gewinnt.

Gian Franco Tordi spielt darin den Sicherheitschef von Ferrari-Chef Gianni Agnelli. «Alleine die Tatsache, dass ich in einer grossen Hollywood-Produktion mitwirken konnte, ist eine grosse Ehre für mich», erklärt Tordi. Der 47-Jährige ist vor rund 17 Jahren von St. Moritz nach Los Angeles ausgewandert, um sein Glück in der Filmwelt zu suchen. «Die Arbeit mit Filmdirektor James Mangold war wunderbar und auch lustig – er hätte es verdient, einen Oscar zu gewinnen.»

Dass einige der Filmszenen kurz vor der Veröffentlichung gestrichen wurden, stört den Engadiner nicht. «Die Tatsache, dass ich Teil dieser super Filmcrew war und auf diesem Set arbeiten konnte, hat meine Karriere bereits äusserst positiv beeinflusst», so Tordi. Wer selbst nicht dabei ist, kann es sich vermutlich nicht so richtig vorstellen: «Nur schon an einem so grossen Film mitarbeiten zu können, ist eine grössere Chance, als es sich viele Leute vorstellen können.»

Entscheidung in letzter Minute

Der 9. Februar ist also in Tordis Agenda mit «Oscarvergabe» belegt. Doch trotz aller Ehre, die auch Tordi zuteilwird: «Ob ich tatsächlich vor Ort dabei sein werde, ist noch nicht klar.» Feiern sei eigentlich nicht so sein Ding, «lieber arbeite ich.» Ob am 9. Februar ein Arbeitseinsatz anstehe, wisse er noch nicht. Und verrät nur so viel: «Es gibt ein neues Projekt, für das ich unterschrieben habe. Mehr darf ich aber noch nicht verraten – ausser: ‚MGM‘.» (Die traditionsreiche Filmproduktionsfirma mit «Leo dem Löwen» als Symbol.)

Bald kann Gian Franco Tordi bei den Dreharbeiten für einen neuen Film mitarbeiten.
GIAN FRANCO TORDI

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