×

Wichtiges Derby im Kampf um Playoffs und Heimrecht

Am Samstag treffen Alligator Malans und Chur Unihockey in Maienfeld zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Beide sind auf Punkte angewiesen. Während es bei Malans aber «nur» ums Playoff-Heimrecht geht, ist für Chur ein Sieg im Strichkampf eminent wichtig.

Patrick
Kuoni
Samstag, 18. Januar 2020, 12:48 Uhr Unihockey
Unihockey: Derby Chur - Malans
Malans und Chur sind im Bündner Derby beide auf Punkte angewiesen.
PHILIPP BAER

Vor dem Bündner Derby haben wir für Euch alles zusammengetragen, was Ihr über das Spiel am Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle Lust wissen müsst. 

Ausgangslage:

Chur: Im zweiten Meisterschaftsderby der diesjährigen Saison (plus einem Cup-Spiel) geht es für Alligator Malans und Chur Unihockey um einiges. Besonders wichtig ist die Partie in der Sporthalle Lust in Maienfeld für Chur. Die Hauptstädter befinden sich fünf Runden vor Schluss mitten im Strichkampf und sind nach der Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den direkten Konkurrenten aus Uster unter den Strich gerutscht. Mit einem Sieg gegen Malans wäre Chur voll zurück im Geschäft, da Uster (8., 23 Punkte wie Chur) und Waldkirch St. Gallen (6., 26 Punkte) direkt aufeinandertreffen und somit zumindest eines der Teams Punkte abgeben wird.

Malans: Abgerutscht ist nach der Niederlage am Sonntag gegen Tigers Langnau auch Alligator Malans. Für die Malanser ist die Playoff-Qualifikation allerdings nur noch Formsache. Wichtig wären die Punkte im Derby aber trotzdem, wollen die Herrschäftler weiter ein Wort um den dritten Schlussrang mitreden. Aktuell liegt Malans mit 32 Punkten gleichauf mit Köniz auf Rang 5 und hat zwei Punkte Rückstand auf das drittplatzierte Zug United. Gut möglich, dass Alligator mit einem Sieg zumindest Zug überholen könnte, da die Innerschweizer auf Tabellenführer Wiler-Ersigen treffen.

Formkurve:

Malans: Im neuen Jahr ist Alligator Malans in der Meisterschaft noch ohne Sieg. Gegen Zug United verloren die Alligatoren in der Verlängerung, am letzten Sonntag musste sich das Team aus der Bündner Herrschaft aufgrund des Schlussdrittels mit 6:9 gegen Tigers Langnau geschlagen geben. Zuvor gewannen die Alligatoren im Dezember drei Mal gegen Teams aus der hinteren Tabellenregion. Das wichtigste Spiel im neuen Jahr konnte Malans allerdings mit 8:1 für sich entscheiden. Es war dies der Cup-Halbfinal am letzten Samstag gegen Rychenberg Winterthur.

Chur: Chur verlor zuletzt zwei wichtige Spiele gegen direkt in den Strichkampf involvierte Mannschaften. Gegen Waldkirch setzte es eine 1:6-Niederlage ab, das Spiel gegen den UHC Uster ging mit 7:8 nach Verlängerung verloren. Nicht viel erfolgreicher waren die drei Spiele im Dezember, zwei gingen gegen Spitzenteams klar verloren, gegen Rychenberg konnte Chur kurz vor Weihnachten zumindest in der Verlängerung gewinnen.

Letzte Derbys:

Einen Blick in die Vergangenheit dürfte vor allem Alligator gefallen. In dieser Saison ging sowohl das Duell im Cup als auch jenes in der Meisterschaft an die Malanser (in der Meisterschaft mit 4:1, im Cup mit 6:4). Saisonübergreifend hat Malans die letzten sieben Spiele für sich entscheiden können.

Verletztensituation:

Malans hatte zuletzt am Sonntag in der Meisterschaft sieben Abwesende zu verzeichnen. Vier davon stehen den Alligatoren bis Saisonende nicht mehr zur Verfügung (Joel Friolet, Markus Holenstein, Ursin Thöny und Gian-Marco Capatt) zusätzlich fielen aber im Vergleich zum Cup-Fight am Samstag auch noch Dan Hartmann, Lukas Veltsmid und Joshua Schnell aus. Hartmann wird am Samstag gemäss Alligator-Trainer Oscar Lundin nicht spielen. Bei Veltsmid und Schnell ist die Situation unsicher. 

Praktisch im Vollbestand wird hingegen Chur Unihockey antreten können.

Special Teams:

Beim Bündner Derby kommt es auch zum Duell zwischen dem besten Powerplay (Chur) und dem besten Boxplay (Malans). Chur führt das Powerplay-Ranking mit fast 60 Prozent genutzten Powerplays klar vor den Grasshoppers an (52 Prozent). Malans liegt in dieser Wertung mit 35 Prozent auf Rang sechs.

Die Alligator könnten sich aber für das Churer Powerplay trotzdem als Knacknuss erweisen. Fast 75 Prozent der Boxplays enden bei den Alligatoren ohne Gegentor. Bei Chur sind es etwas mehr als 57 Prozent. Das reicht noch für Rang sieben in der Liga.

Ausblick:

Nach dem Derby stehen in der Qualifikation noch vier Runden an. So sieht das Restprogramm für die beiden Bündner Teams aus:

Chur: Grasshoppers (2.), Wiler (1.), Ad Astra Sarnen (12.), Köniz (4.)

Malans: Wasa (6.), Uster (8.), Rychenberg (7.), Grasshoppers (2.)

Kommentar schreiben

Kommentar senden