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Support für Porta Alpina

Das tot geglaubte Projekt Porta Alpina soll wiederbelebt werden. 87 Grossräte fordern die Bündner Regierung auf, aktiv zu werden.

Südostschweiz
Freitag, 06. Dezember 2019, 04:30 Uhr 87 Grossräte sind für Wiederbelebung
Grosser Rat
Grossrat René Epp fordert, dass die Porta Alpina wiederbelebt wird.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Den Stein ins Rollen gebracht hat der ägyptische Investor Samih Sawiris. An einem Podiumsgespräch machte er vergangene Woche neue Chancen für die Verwirklichung der Porta Alpina aus. Es sei an der Zeit, die Initiative für den Tiefbahnhof mitten im Gotthard-Basistunnel neu aufzugreifen, erklärte Sawiris, der mit seiner Gesellschaft im grossen Stil in die Destination Andermatt, in die gesamte Gotthardregion sowie in die Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun investiert hat. Vor Kurzem kündigte Sawiris mit der Gemeinde Tujetsch zudem an, in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Ganzjahres-Resort in Dieni/Sedrun zu realisieren.

Grossräte machen Druck

Der Ball zur Neubelebung der Porta Alpina ist nun von CVP-Grossrat René Epp und 86 weiteren Grossräten in Form eines Auftrags aufgenommen worden. Darin wird die Bündner Regierung aufgefordert, «die Verhandlungen betreffend Realisierung der Porta Alpina als Bahnstation (Bahnhof in der Multifunktionsstelle Sedrun) wieder aufzunehmen und alles Erforderliche zu unternehmen, um das Projekt einer Realisierung zuzuführen».

Epp und seine Mitstreiter begründen ihren Vorstoss unter anderem mit dem «aktuellen Interesse von Investoren» und dem Volkswillen vom 12. Februar 2006 – damals wurde ein Verpflichtungskredit für den Bau der Porta Alpina vom Bündner Stimmvolk mit 71,6 Prozent angenommen. Mit der Porta Alpina könnten nachhaltige Impulse für die Region Surselva und für grosse Teile des Gotthardraums ausgelöst werden, heisst es weiter. (sid)

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