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Keine Starts und Landungen mehr in Canberra wegen Buschfeuern

Der Flughafen der australischen Hauptstadt Canberra hat wegen der nahen Buschbrände am Donnerstag seinen Betrieb eingestellt. Es landen oder starten keine Flugzeuge mehr, wie die staatliche Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Agentur
sda
Donnerstag, 23. Januar 2020, 08:15 Uhr Canberra
Wegen Buschbränden in der Nähe - hier eine Aufnahme von Cangaroo Island - ist der Flughafen von Canberra geschlossen worden. (archivbild)
Wegen Buschbränden in der Nähe - hier eine Aufnahme von Cangaroo Island - ist der Flughafen von Canberra geschlossen worden. (archivbild)
KEYSTONE/EPA/DM SS JMA

Im Süden des Flughafens brannte ein Feuer, für das der Notfall ausgerufen wurde. Die Bewohner in mehreren Vororten der Stadt im Südosten des Kontinents sollten Schutz suchen, hiess es.

Der Brand hatte am Mittwoch begonnen. Es herrschten starker Wind und Hitze. Am Donnerstag brach zudem ein weiteres Feuer in der Nähe des Flughafens aus, für das eine untere Warnstufe galt («watch and act»). Der Airport von Canberra wird eher für Inlandsflüge genutzt. Das wichtigste Drehkreuz Australiens ist Sydney.

Die Feuerwehr von Canberra (rund 390'000 Einwohner) warnte, das Feuer sei für alle gefährlich. Für viele Menschen sei es zu spät, die Gegend zu verlassen, sie sollten sich einen sicheren Ort suchen. Autofahren sei wegen der Brände extrem gefährlich und könne tödlich enden.

In der rund 300 Kilometer entfernten Pazifik-Metropole Sydney - sie liegt im besonders von den Feuern betroffenen Bundesstaat New South Wales - war es am Donnerstag 41 Grad heiss. Sandstürme aus dem Landesinneren könnten die Küstenregion innerhalb von Tagen erreichen, wie das Wetteramt erklärte. Obwohl es diese Woche geregnet hatte, lodern in New South Wales immer noch 60 Feuer, wie Feuerwehrsprecher Greg Allen dem australischen Sender ABC sagte.

In Australien wüten seit Monaten verheerende Buschbrände. Seit September starben dadurch mindestens 32 Menschen - den Flugzeugabsturz mit eingerechnet. Die Flammen vernichteten bisher mehr als 12 Millionen Hektar Land, das entspricht etwa einem Drittel der Fläche von Deutschland.

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