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Roveredo ist schon wieder gespalten

Roveredo ist schon wieder gespalten

Die Abrissarbeiten der alten Autobahntrasse in Roveredo gehen voran, ein Projekt für die Gestaltung 
des neuen Dorfzentrums liegt vor. Dagegen wehren sich Einwohner jetzt mit einer Petition.

vor 3 Jahren in
Politik

Mehrere Wohnblöcke, Geschäfte, zwei öffentliche Plätze und ein Park. Das sieht das Projekt «Roveredo Viva» des Immobilienunternehmens Alfred Müller AG vor. In einer konsultativen Abstimmung im Januar sagte die Bevölkerung von Roveredo Ja zum Projekt. Einen Monat vor Abschluss der Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der Gemeinde kommt jetzt aber Widerstand in Form einer Petition auf.

Diese wurde gestern von der Bewegung «un cher per Roré» (ein Herz für Roveredo) lanciert. Etwa 50 Personen stehen hinter der Bewegung, unter anderem auch Gionata Pieracci, der den Widerstand koordiniert. Gefragt sei ein neues Projekt, sagt er. «Anstelle der Wohnhäuser wollen wir eine grosse Piazza mit Bäumen und Brunnen, wo Veranstaltungen wie Konzerte oder Dorfmärkte organisiert werden können».

Aber warum wird diese Petition erst jetzt lanciert? – «Erst jetzt, ohne die Autobahn, können wir das Dorf richtig wahrnehmen», so Pieracci. Es wäre von Vorteil gewesen, hätte die Abstimmung erst nach den Abrissarbeiten stattgefunden, sagt er.

Vorwärts machen, sagt die Bevölkerung

Eine nicht repräsentative Umfrage durch die Strassen von Roveredo zeigt aber ein anderes Bild an. 

Die Meinungen im Dorf scheinen zufrieden mit dem aktuellen Projekt.

Mindestens 200 Unterschriften will «un cher per Roré» sammeln. «Jetzt warten wir auf den Abschluss der Verhandlungen mit Alfred Müller. Falls das Projekt nicht angepasst wird, werden wir ein Referendum starten», betont Pieracci. Die Bevölkerung von Roveredo könnte damit in Zukunft vielleicht noch einmal über das neue Dorfzentrum abstimmen.

 

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