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Beliebte Flucht ins Hallenbad

Beliebte Flucht ins Hallenbad

Das schlechte Wetter der vergangenen Tage hat viele Churerinnen und Churer ins Hallenbad gelockt. Mit den geltenden Coronamassnahmen eine besondere Situation.

Südostschweiz
06.08.21 - 17:16 Uhr
Wirtschaft
Das Hallenbad in Chur hat zurzeit viele Badegäste. 
Archiv

Normalerweise herrscht während der Sommermonate ein grosser Ansturm auf die Freibäder. In diesem Jahr ist eher das Gegenteil der Fall. Aufgrund des regnerischen Wetters zieht es Herr und Frau Schweizer vermehrt in die Hallenbäder.

In Chur ist der Andrang gar so gross, dass es im Hallenbad Obere Au auch mal zu Wartezeiten kommen kann. «Wir haben zur jetzigen Ferienzeit wirklich sehr viele Gäste, weshalb es zu Verzögerungen beim Einlass kommt, wenn die Kapazität ausgeschöpft ist. Dann müssen sich die Gäste ein wenig gedulden», erklärt Fabian Wellenzohn, stellvertretender Leiter Bad, Fitness und Wellness der Sport- und Eventanlagen Obere Au, im Interview mit Radio Südostschweiz. 

Hallenbadbesuch während Pandemie

Momentan dürfen Schweizer Freizeitbetriebe oder Sporteinrichtungen ihre Kapazitäten voll ausnutzen. Bei Aktivitäten in Innenräumen müssen aber die Kontaktdaten erhoben werden. In der Churer «Badi» passiert das per QR-Code. Die Badegäste können sich so einfach registrieren. Das Registrierungssystem hat auch zur Folge, dass die Maskenpflicht im Hallenbad entfällt, ergänzt Wellenzohn. ««Früher mussten unsere Badegäste die Maske bis hin zum Wasser anhaben, das ist nicht mehr der Fall.»

Aktuell gilt nur im Eingangs- sowie im Garderobenbereich eine Maskenpflicht, an welche sich die meisten Gäste auch halten. «Es ist halt wie überall. Es gibt Personen, die mehr Disziplin haben und Personen, bei denen dies weniger der Fall ist», erklärt Wellenzohn und fügt an: «In den meisten Fällen wird die Vorschrift eingehalten. Wir beobachten die Situation aber auch und machen auf die Massnahmen aufmerksam.»

Nachlässigkeit beobachtbar

Der stellvertretende Badleiter stellt aber auch fest, dass die Menschen bezüglich dem Einhalten der Coronamassnahmen teils nachlässiger geworden sind. «Ja, das kann man schon so sagen. Das Verhalten ist nicht mehr so, wie es im März 2020 war, als man nicht wusste, was auf einen zukommt.» Zu beobachten sei diese Entwicklung aber nicht nur im Hallenbad. Auch in anderen Bereichen der Sportanlagen wie etwa in der Eishalle hielten die Besuchenden die Massnahmen nicht mehr so gewissenhaft ein.

Damit die Badi den vielen Gästen weiterhin Zutritt gewähren könne und nicht etwa zu einem Coronahotspot werde, versuche man trotzdem, sich so gut wie möglich an die vorgegebenen Massnahmen zu halten. «Wir können auch jederzeit eine erweiterte Beschränkung einführen. Aber das behalten wir uns noch vor», betont Wellenzohn. Er geht davon aus, dass vieles auch mit dem Wetter zusammenhängt und dass der Ansturm auf das Hallenbad abnimmt, sobald sich das Wetter bessert. (paa)

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