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Sehr guter 6. Platz für Schweizer Kunstturner

Sehr guter 6. Platz für Schweizer Kunstturner

Die Schweizer Kunstturner erreichen im Team-Final den hervorragenden 6. Platz. Pablo Brägger, Eddy Yusof, Benjamin Gischard und Christian Baumann lassen die Ukraine und Deutschland klar hinter sich.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Mehr Sport
Starker letzter internationaler Auftritt: Pablo Brägger
Starker letzter internationaler Auftritt: Pablo Brägger
KEYSTONE/AP/Jeff Roberson

Das Beste behielten sich Brägger, Eddy Yusof, Benjamin Gischard und Christian Baumann für den Schluss auf. Nach vier Top-7-Rängen an Weltmeisterschaften und dem Gewinn von EM-Bronze 2016 in Bern boten sie bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt taktisch einen perfekten Wettkampf. Sie dosierten das Risiko, wo nötig, und nahmen im Vergleich zur Qualifikation ein paar Schwierigkeiten aus dem Programm raus. Die Rechnung ging auf, ihnen unterlief in den 18 Übungen, die alle in die Wertung kamen, kein einziger grober Fehler.

Der Lohn für den herausragenden Wettkampf waren 250,927 Punkte und das beste Ergebnis einer Schweizer Mannschaft seit den vom Ostblock boykottierten Spielen 1984 in Los Angeles. Zu den auf Rang 5 klassierten USA fehlte dem Quartett, das zum letzten Mal in dieser Formation antrat, nur gut dreieinhalb Punkte. Nach Oliver Hegi im letzten Frühjahr beendet auch Pablo Brägger seine Karriere.

«Ich bin mega stolz auf das Team, aber auch auf meine eigene Leistung», sagte Brägger. Der Ostschweizer trumpfte bei seinem letzten Wettkampf noch einmal gross auf und schaffte es, sich zu rehabilitieren, nachdem ihm in der Qualifikation zwei Stürze unterlaufen waren. «Für mich ist es der perfekte Abschluss.» Auch Eddy Yusof kam an allen sechs Geräten zum Einsatz und blieb ohne Fehl und Tadel. Zusammen mit Gischard wird er am Mittwoch auch noch den Mehrkampf-Final bestreiten.

Russische Krönung

Den packenden Dreikampf um Gold entschied der amtierende Weltmeister Russland knapp für sich. Nachdem der Japaner Daiki Hashimoto mit einer atemberaubenden Übung am Reck vorgelegt hatte, behielt Nikita Nagorni bei der letzten Übung des Abends am Boden die Nerven. Mit seinem schwierigen Vortrag sicherte er den Russen das erste Team-Gold seit 1996. Gastgeber Japan, dem Olympiasieger von 2016, blieb nur Silber. China musste sich mit Bronze begnügen.

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