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Früherer Sky-Arzt Freeman schuldig gesprochen

Früherer Sky-Arzt Freeman schuldig gesprochen

Der frühere Arzt des britischen Radsport-Verbands und des Teams Sky, Richard Freeman, ist wegen der Beschaffung verbotener Substanzen mit der Absicht der Leistungssteigerung schuldig befunden worden.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
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Ein ehemaliger Arzt des Teams Sky ist der Beschaffung verbotener Substanzen schuldig gesprochen worden. Heute fährt die Mannschaft unter dem Namen Ineos Grenadiers (Archivbild)
Ein ehemaliger Arzt des Teams Sky ist der Beschaffung verbotener Substanzen schuldig gesprochen worden. Heute fährt die Mannschaft unter dem Namen Ineos Grenadiers (Archivbild)
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Das gab der britische Gerichtshof für Mediziner in Manchester bekannt. Im Jahr 2011 hatte Freeman 30 Beutel Testosteron-Gel ins Velodrome von Manchester geordert.

«Das Gericht hat festgestellt, dass Dr. Freeman das Testogel in dem Glauben oder Wissen bestellt und empfangen hat, dass es einem Athleten zur Steigerung der Leistung verabreicht wird», so der Richter. Freeman habe sich in ein «Muster von Lügen» verstrickt, um seine Handlungen zu vertuschen.

Freeman, der zwischen 2009 und 2017 für British Cycling und das heute in Ineos umbenannte Team Sky gearbeitet hat, hatte jegliche verbotene Handlung stets bestritten. Das Urteil ist noch nicht das Ende des seit Februar 2019 andauernden Prozesses. Erst im April soll entschieden werden, ob Freeman seine Zulassung als Arzt verliert. Zudem ermittelt die britische Anti-Doping-Agentur gegen Freeman.

Das 2010 gegründete Team Sky entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Mannschaften und stellte in den letzten neun Ausgaben siebenmal den Gesamtsieger der Tour de France. 2012 brachte es in Bradley Wiggins den ersten britischen Sieger der Frankreich-Rundfahrt hervor.

Sky musste sich in den letzten Jahren immer wieder mit Dopingvorwürfen auseinandersetzen. So wurde bekannt, dass Wiggins aus therapeutischen Gründen vor seinem Tour-Sieg ein eigentlich verbotenes Kortikosteroid verabreicht werden durfte.

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