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Österreich erreicht erstmals die EM-Achtelfinals

Österreich erreicht erstmals die EM-Achtelfinals

Mit fünf Jahren Verspätung schafft Österreich Historisches. Dank einem 1:0-Sieg gegen die Ukraine im abschliessenden Gruppenspiel steht das ÖFB-Team erstmals an einer EM-Endrunde in den Achtelfinals.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Fussball
Christoph Baumgartner gibt mit seinem Tor gegen die Ukraine den Weg in Richtung Wembley und dem Achtelfinal-Duell mit Italien vor
Christoph Baumgartner gibt mit seinem Tor gegen die Ukraine den Weg in Richtung Wembley und dem Achtelfinal-Duell mit Italien vor
KEYSTONE/EPA/Robert Ghement / POOL

Österreich verdiente sich den zweiten Meilenstein an dieser EM mit einem engagierten Start. Am Sonntag vor einer Woche war das Team von Franco Foda zum ersten Sieg an einer EM gekommen, acht Tage später ist ihm auch die erstmalige Teilnahme an einer K.o.-Phase nicht mehr zu nehmen. Ein Tor von Christoph Baumgartner, der damit zum bislang jüngsten Torschützen dieser EM avancierte, reichte gegen die Ukraine zum Sieg. Als Belohnung winkt nun im Londoner Wembley das Duell mit Italien, dem Gruppensieger von Gruppe A.

Baumgartner war unbestritten der auffälligste Spieler der ersten halben Stunde. Schon vor jenem Corner, der für Österreich schliesslich Historisches bedeuten würde, stand der 21-Jährige oft im Fokus des österreichischen Offensivspiels. In der 21. Minute spedierte der Offensivspieler der TSG Hoffenheim dann einen Corner David Alabas mit der Schuhsohle aus fünf Metern ins Tor.

Italien Kopfschmerzen bereiten

Der Treffer war zugleich die letzte positiv herausragende Aktion Baumgartners, der sich nach einer guten halben Stunde aufgrund einer Kopfverletzung auswechseln lassen musste, die er sich vier Minuten vor dem 1:0 zugezogen hatte. «Ich habe jetzt richtig, richtig Kopfschmerzen. Aber an so einem Tag nehme ich das gerne in Kauf», sagte der Matchwinner nach Spielschluss. Auf das bevorstehende Kräftemessen mit den bislang makellosen Italienern angesprochen gab sich Baumgartner kampfbetont. «Wir haben jetzt Geschichte geschrieben, aber die Geschichte ist noch nicht vorbei.»

Die Ukrainer von Andrej Schewtschenko hatte zum Abschluss der Gruppenphase entgegen den Ankündigungen nicht mit absolutem Willen von Beginn an auf Sieg gespielt. Erst das 0:1 hauchte etwas Offensivdrang in die ukrainischen Beine. Acht Minuten nach dem Rückstand kam Jarmolenko nach einem Abpraller dem Ausgleich am nächsten. Insgesamt erinnerte das ukrainische Spiel aber zu selten an das gewohnte Bild der Gelben mit offensiv ausgerichtetem Ballbesitz-Fussball.

Dass Österreich, das an der EM 2016 als Geheimtipp gehandelt worden ist, damals aber sieg- und glanzlos scheiterte, die Gruppenphase mit fünf Jahren Verspätung erstmals übersteht, war eine gute Neuigkeit für die Schweiz. Dank dem Resultat in der Gruppe C und dem Ausgang der Abendspiele in der Gruppe B qualifizierte sich die Schweiz bereits einen Tag nach dem Sieg gegen die Türkei definitiv für die Achtelfinals.

Telegramm:

Ukraine - Österreich 0:1 (0:1)

Bukarest. - 10'472 Zuschauer. - SR Cakir (TUR). - Tor: 21. Baumgartner (Alaba) 0:1.

Ukraine: Buschtschan; Karawajew, Sabarni, Matwijenko, Mykolenko (85. Besedin); Sydortschuk; Jarmolenko, Schaparenko (68. Marlos), Sintschenko, Malinowski (46. Zygankow); Jaremtschuk.

Österreich: Bachmann; Lainer, Dragovic, Hinteregger, Alaba; Xaver Schlager, Laimer (72. Ilsanker), Grillitsch; Baumgartner (32. Schöpf), Sabitzer; Arnautovic (90. Kalajdzic).

Bemerkungen: Ukraine ohne Subkow (verletzt). Österreich ohne Lazaro (verletzt).

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