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«Fünf Minuten lang freuen - dann aber am Boden bleiben»

«Fünf Minuten lang freuen - dann aber am Boden bleiben»

Die Rapperswil-Jona Lakers führen als Zehnter der Qualifikation nach dem Sieg in den Achtelfinals gegen Biel (6.) auch in der Serie gegen Lugano (2.).

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Eishockey

Zuerst 2:0 Siege gegen Biel in den Pre-Playoffs, jetzt zwei der ersten drei Spiele gegen Lugano gewonnen. Obwohl stets der Gegner viel öfter aufs Tor schoss. Obwohl zuerst Biel und zuletzt Lugano die Partien teils drückend überlegen gestalteten.

«Aber», sagt Lakers-Stürmer Sandro Forrer, «wir bleiben unserer Linie treu. Wir spielen einfach und gradlinig nach vorne.»

Sandro Forrer, der zwölfte Stürmer der Lakers (als linker Flügel der vierten Sturmlinie), erzielte am Samstagabend in der 78. Minute das 3:2-Siegtor in der Resega. Bully-Goal! «Sehr froh» seien die Lakers gewesen, dass die Partie kurz vor Ablauf der ersten Verlängerung für sie das perfekte Ende nahm. «Es war eminent wichtig für uns, dass wir auswärts gewinnen konnten. Über diesen Sieg freuten wir uns fünf Minuten lang - aber jetzt wollen wir am Boden bleiben und am Montag auch unser nächstes Heimspiel wieder gewinnen.»

Die (defensive) Taktik der Lakers geht primär auf, weil Torhüter Melvin Nyffeler in den Playoffs in Topform spielt. In jeder der fünf Partien gegen Biel und Lugano parierte Nyffeler mindestens 30 Schüsse - die meisten am Samstag beim 3:2 nach Verlängerung (46 Paraden). Vier Siege aus fünf Spielen schafften die Rapperswil-Jona Lakers in der Qualifikation nur einmal - im Zeitraum Ende Oktober/Anfang November.

In der Abwehr behält neben Nyffeler auch «Verteidigungsminister» Dominik Egli die Übersicht. Egli hätte schon vor Forrer in der Overtime die Partie für die Lakers entscheiden können. Egli: «Lugano dominierte die ersten zehn Minuten der Verlängerung klar. Dann aber kassierten sie zwei Strafen hintereinander. Dadurch wechselte das Momentum auf unsere Seite. Schon vor Sandro Forrers Tor hätten wir die Partie für uns entscheiden können.»

Wie geht es nun weiter? Egli: «Uns war klar, dass wir gegen Lugano eine kleine Chance haben - nur eine kleine Chance, aber immerhin eine Chance.» Und diese kleine Chance ist jetzt etwas grösser geworden. Nur zwei Siege fehlen den Rapperswil-Jona Lakers noch zur zweiten Halbfinal-Qualifikation seit 2006.

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