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Bündner Polizisten sollen Rapporte abgeändert haben

Bündner Polizisten sollen Rapporte abgeändert haben

Der ausserordentliche Staatsanwalt, der die Untersuchungen im Fall Adam Quadroni führt, hat Strafverfahren gegen fünf Amtsträger des Kantons Graubünden eingeleitet.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Politik
Adam Quadroni hat das Unterengadiner Baukartell auffliegen lassen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Im Zusammenhang mit den Untersuchungen zum Bündner Baukartell-Whistleblower Adam Quadroni gibt es Neuigkeiten. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, ist eine Untersuchung gegen hohe Amtsträger des Kantons Graubünden eröffnet worden. Dabei gehe es um drei Kantonspolizisten, einen Amtsarzt und einen Richter.

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Die betroffenen Personen stehen im Verdacht, im Zusammenhang mit der Festnahme von Adam Quadroni Vergehen wie Amtsmissbrauch, Freiheitsberaubung und Urkundenfälschung begangen zu haben. Laut der «NZZ am Sonntag» sollen die Polizisten nachträglich die Rapporte zum Ablauf der Festnahme Quadronis abgeändert haben. Adam Quadroni wird in diesen Berichten als drohender, gewaltbereiter Widersacher dargestellt.

 

Einer der beschuldigten Kantonspolizisten gehöre zum Topkader des Korps und solle nächstes Jahr befördert werden, heisst es weiter. Der Bündner Regierungsrat Peter Peyer erklärt gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass er vom Verfahren gegen die Polizisten Kenntnis habe, die Regierung sich aber nicht einmische, sondern das Ergebnis der Untersuchungen abwarte. Für alle Beteiligten gelte die Unschuldsvermutung. (paa)

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Was da ans Licht kommt ist eines sog. Rechtsstaates unwürdig und MUSS zu harten Konsequenzen führen! Das immer "höhere" Personen und Amtsträger involviert sind zeigt die Brisanz der Geschichte, welche eben nur mittels Whistleblowing aufgedeckt werden konnte! Die CH driftet immer mehr zu einem Unrechtsstaat der Sonderklasse ab gleich korrupten Diktaturen - und dies in einem sog. direkt demokratischen Land inmitten Europa! Ein Armutszeugnis auch für die Politik! Kein Wunder wendet sich das Stimmvolk angewidert ab!

Dies hat sich auch schon über die Staatsanwaltschaft Zuckerguss überzogen!!! Nun, sind die Nächsten dran, welche wieder gekuscht und vertuscht davonkommen! Ich frage mich was muss hier noch passieren, dass Gerechtigkeit auch für die Kleinen herrscht! Ein Eklat jagt den Andern! Alle kennen sich noch von der Schule her, da wundert niemanden mehr was...

Ich hoffe, dass diese tatsächlich unschuldig sind. Wenn nicht, dann bitte konsequent durchgreifen und zwar auf allen verantwortlichen Ebenen. Es wäre leider nicht das erste Mal, dass die Justiz des Kantons sich lächerlich machen würde und die ganze Schweiz über die Bananenrepublik Graubünden entsetzt wäre. Noch gilt die Unschuldsvermutung. Affaire a suivre.

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