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Mehr als 300 Unterschriften für die «Rettung» des Dorfplatzes

Mehr als 300 Unterschriften für die «Rettung» des Dorfplatzes

Im Dorfkern von Roveredo sollen gemäss dem Projekt «Roveredo Viva» Wohnblöcke entstehen. Eine Gruppe Einwohner will das Projekt mit einer Petition stoppen. Ein Anliegen, welches offenbar auf offene Ohren stösst.

vor 3 Jahren in
Politik
Gionata Pieracci, Koordinator, hat vor etwa zwei Wochen die Ziele der Petition vor den Medien präsentiert.
ANNALISA DE VECCHI

Auf dem Ponte dei sospiri in Roveredo hat die Bewegung «Un cher per Roré» am 14. August eine Petition gegen das Projekt «Roveredo Viva» des Immobilienunternehmens Alfred Müller AG lanciert. Geplant sind derzeit noch mehrere Wohnblöcke, Geschäfte, zwei öffentliche Plätze und ein Park mitten in Roveredo. Die Gruppe «Un cher per Roré», angführt von Gionata Pieracci, will das Dorfzentrum aber nicht überbaut sehen.

Treffen mit Architekten aus dem Tessin

18 Tage nach der Lancierung der Petition wurden bereits mehr als 300 Unterschriften gesammelt. «Es ist überraschend, wie viele Personen mitgemacht haben», erklärt Pieracci auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Die Bewegung hatte sich zum Ziel gesetzt, 200 Unterschriften innerhalb eines Monats zu sammeln.

Die Bewegung kritisiert nicht nur das Projekt «Roveredo Viva», sondern auch die Arbeit der Gemeinde. Sie habe den Bewohnern nur ein Projekt vorgestellt und damit keine Auswahl zugelassen. Dies soll sich mit der Petition nun ändern.

«Einige Architekten aus dem Tessin haben uns kontaktiert», so Pieracci. Die Bewegung werde die Architekten treffen und sich mit ihnen austauschen. Konkrete Ideen für die Gestaltung des Dorfzentrums seien bis jetzt noch nicht vorhanden. «Um konkrete Ideen entwickeln zu können, sollten die Verhandlungen mit der Alfred Müller AG gestoppt und eine Stellenausschreibung einreicht werden», fordert Pieracci.

«Verfahren dauern hier sowieso länger als normal»

Seit mehr als 20 Jahren diskutieren kommunale Behörden, Kanton und Bund über den Dorfplatz in Roveredo. «Wir sind daran gewöhnt, dass hier Verfahren länger als normal dauern», sagt Pieracci mit einem Augenzwinkern. Natürlich hoffe man, dass in einem vernünftigen Zeitrahmen neue Alternativen für das Dorfzentrum gefunden würden.

Am 18. September werden die Unterschriften an die Gemeinde übergeben. «Wenn die Gemeinde einseitig die Verhandlungen mit der Alfred Müller weiterführen wird, wird bereits über ein Referendum gegen den Verkauf des Landes im Dorfkern diskutiert», so der Anführer der Bewegung abschliessend.

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