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Am Sonntag stehen die Museen im Mittelpunkt

Am Sonntag stehen die Museen im Mittelpunkt

In Graubünden kommen Museumsbegeisterte am Internationalen Museumstag auf ihre Kosten.

Südostschweiz
vor 4 Wochen in
Kultur & Musik
Bündner Kunstmuseum Chur
Auch das Bündner Kunstmuseum bietet diverse Führungen am Internationalen Museumstag.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Am Sonntag findet unter dem Motto «Museen inspirieren die Zukunft» der diesjährige Internationale Museumstag statt. Nachdem im vergangenen Jahr der Museumstag coronabedingt nicht stattfinden konnte, öffnen zahlreiche Museen der Region dieses Jahr ihre Türen.

In Davos bietet das Kirchner-Museum während des ganzen Tages freien Eintritt und lädt zur Entdeckungstour durch die aktuelle Ausstellung. Diese nähere sich den beiden Künstlern Ernst Ludwig Kirchner und Martin Disler und erkläre die Unterschiede sowie Parallelen, heisst es in einer Mitteilung des Museums. Um 16 Uhr findet zudem eine Führung durch die Ausstellung statt. Die Verantwortlichen empfehlen aufgrund der begrenzten Platzzahl eine Anmeldung an der Museumskasse.

 

Ausstellungsansicht «Theater des Überlebens. Martin Disler - die späten Jahre"» im Kirchner Museum Davos.
KIRCHNER MUSEUM DAVOS

Flotte Bienen treffen tolle Hechte

Auch die drei kantonalen Museen in Chur nehmen an dem internationalen Museumstag teil und bieten am Sonntag kostenlosen Eintritt. Im Bündnner Naturmuseum stehen die «Gehörnten und Gefärbten» im Fokus, wie es heisst. Bei Führungen durch die Sonderausstellung «Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte» erklärt ein Experte die auffälligen Körpermerkmale und – farben verschiedener Tiere. Dabei geht es unter anderem darum, weshalb gewisse Merkmale bei Männchen vorkommen und welche Wirkung sie auf das andere Geschlecht haben. Die Führungen starten jeweils um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr. Eine Anmeldung über die Website oder per Telefon wird empfohlen.

Traummuseum für Kinder

Im Bündner Kunstmuseum führt unter anderem Kurator Damian Jurt durch die Ausstellung «Camillo Paravicini. Hart, aber fair». Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Einblick in die Werkgruppe des Bündner Künstlers. Die Führung wird einmal um 11 Uhr und ein zweites Mal um 11.30 Uhr durchgeführt. Nicole Seeberger führt ausserdem durch die Ausstellung «Telemachs Odyssee. Von Fürsten zu Nationalsozialisten». Die Führungen finden um 12, 12.30 und 13 Uhr statt.

Ausserdem finden Museumsrundgänge im Halbstundentakt von 14 bis 16 Uhr statt. Das Kunstmuseum lädt am Sonntag auch Kinder zum Museumstag ein. Sie dürfen sich unter dem Motto «Das Museum deiner Träume» kreativ ausleben und ihre Ideen eines Museums auf Papier bringen. Dieser Programmpunkt wird durchgehend von 12 bis 16 Uhr angeboten. Eine Anmeldung  dafür ist nicht nötig, aber für sämtliche Führungen können sich Interessierte unter der Telefonnummer 081 257 28 69 anmelden.

Die Vergangenheit Graubündens im Fokus

Ebenfalls ein Spezialprogramm für Kinder bietet das Rätische Museum von 10 bis 17 Uhr. Bei einem Fotowettbewerb durch das Museum können die kleinen Museumsbesucher Objekte suchen und sich kniffligen Aufgaben stellen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Ein weiterer Programmpunkt im Rätischen Museum bildet eine Führung durch die Sonderausstellung «Vom Glück vergessen. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen in Graubünden». Um 11 und 15.30 Uhr lädt Museumsdirektorin Andrea Kauer Loens zu den Führungen ein. Des Weiteren führt Silva Conzett ab 14 Uhr durch die Dauerausstellung. Anmeldungen für die beiden Führungen sind unter der Telefonnummer 081 257 48 40 oder per Mail an info@rm.gr.ch möglich.

Digitaler Museumstag

Aber nicht nur vor Ort, sondern auch digital findet der diesjährige Internationale Museumstag statt. Gemäss einer Mitteilung lädt auch das Vermittlungsprojekt «TiM – Tandem im Museum» zum Museumsbesuch ein. Jeweils zu zweit kann man sich von einem Bild oder einem Objekt zu einer Geschichte inspirieren lassen, die dann auf der Geschichtenplattform «MiS – Musée imaginaire Suisse» veröffentlicht wird. Passend zum Museumstag präsentieren die Verantwortlichen des Projekts in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha und dem Verband Museen Graubünden ihre Kulturplattform erstmals auch in romanischer Sprache.

Zudem lanciert der Verband der Museen Schweiz eine Social-Media-Kampagne. Im Mittelpunkt der digitalen Kampagne stehen Museumsbesuchende, die von ihren besonderen Erlebnissen in Museen erzählen. Aus der ganzen Schweiz werden kurze Videos und Geschichten unter dem Hashtag #museumkick gesammelt und verbreitet. Die Aktion stehe symbolisch dafür, dass eine Pandemie auch neue Formate für die Kultur hervorbringen könne, so die Erklärung der Verantwortlichen. (paa)

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