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Natürliches Bett für den Inn bei Celerina

Natürliches Bett für den Inn bei Celerina

Der Inn in Celerina soll während drei Jahren umgestaltet werden. Dem dafür notwendigen Kredit hat die Gemeinde zugestimmt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,8 Millionen Franken.

Südostschweiz
vor 4 Monaten in
Aus dem Leben
Revitalisierung geplant: Der Inn soll bei Celerina aus seinem Korsett befreit werden.
ERSA

Am Montag hat das Stimmvolk von Celerina anlässlich der Gemeindeversammlung über den Kredit für das Projekt Inn-Revitalisierung abgestimmt. Der Kredit in der Höhe von 4,8 Millionen Franken wurde angenommen. Die Bevölkerung sei positiv gestimmt und stehe hinter dem Projekt, erklärte Christian Brantschen, Gemeindepräsident von Celerina, im Interview mit Radio Südostschweiz. So sei die Zustimmung für den Kredit einstimmig ausgefallen.

Verhältnisse aufwerten

Heute gilt der Inn als monotones Gerinne und ist teils kanalisiert. Zudem fehlen weitgehend Sohlen- sowie Uferstrukturen, wie es in der Projektbeschreibung heisst. Dem soll mit der Revitalisierung entgegengewirkt werden. So sollen in erster Linie die ökologischen Verhältnisse in und entlang der Gewässer aufgewertet und wieder naturnah gestaltet werden. «Die Revitalisierung sieht vor, Gewässer, die kanalisiert sind oder harte Ufer aufweisen, aufzuweiten und einen natürlichen Flusslauf wieder zu ermöglichen», erklärt Brantschen.

Unter anderem sollen neue Habitate und Laichplatzangebote für die Bachforelle und Äsche entstehen sowie geeignete Lebensräume für die Flora und Fauna im Gebiet geschaffen werden. Auch soll in gewissen Abschnitten der Zugang zum Wasser ermöglicht oder Einblicke in die revitalisierten Gewässerabschnitte erlaubt werden. Davon soll auch der Tourismus profitieren. Als Erholungsraum gewinne die Flusslandschaft an Wert, sagt Brantschen. Geplant ist, den Inn vom Ausgang der Charnadüraschlucht bis zur unteren Gemeindegrenze zu Samedan, bei Punt dals Bovs, auf über 2,5 Kilometer zu revitalisieren.

Während drei Etappen von 2022 bis 2024 soll das Projekt umgesetzt werden. Zuvor muss die Bündner Regierung das Projekt aber ebenfalls noch genehmigen.

Verschiedene Beitragsgeber

Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf verschiedene Schultern verteilt. 500 000 Franken werden durch den «naturemade star-Fonds» des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) finanziert. Die restlichen Kosten werden zwischen Bund, Kanton und Gemeinden aufgeteilt. Celerina beteiligt sich mit maximal 20 Prozent, also 960 000 Franken. (paa)

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