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Trotz Impfung: Vier infizierte Personen in Churer Altersheim

Trotz Impfung: Vier infizierte Personen in Churer Altersheim

In einem Seniorenzentrum Chur wurde eine Häufung von Coronafällen festgestellt. Dabei handelt es sich um vier Personen, welche bereits im Februar 2021 vollständig geimpft worden sind.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Aus dem Leben
Impfung hin oder her: Die Bewohner des Altersheims sind am Coronavirus erkrankt.
SYMBOLBILD PIXABAY

Das kantonale Contact Tracing registrierte in einem Churer Seniorenzentrum eine Häufung von Coronafällen. Derzeit sind vier Bewohnerinnen und Bewohner betroffen, welche Mitte Januar 2021 erstmals und Anfang Februar 2021 vollständig mit dem Pfizer/Biontech-Impfstoff geimpft wurden. Dies teilt der Kanton Graubünden mit. 

Das Gesundheitsamt habe in Zusammenarbeit mit der Institutionsleitung die notwendigen Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Pflegepersonals veranlasst. Die betroffenen Personen befänden sich in Isolation mit milden Verläufen. Die Maskentragpflicht für geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner sei wieder eingeführt worden.

Im Seniorenzentrum sei das Schutzkonzept konsequent umgesetzt worden. Zudem beteiligt sich der Betrieb an den regelmässigen Betriebstestungen, wobei die Mitarbeitenden regelmässig mittels Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus getestet werden, wie es weiter heisst. Aufgrund erster positiver Fälle bei ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohner sei in regelmässigen Abständen flächendeckend getestet worden.

Dabei wurde bei vier geimpften Bewohnerinnen und Bewohner eine Infektion nachgewiesen. Eine Person im Alter von 84 Jahren mit schweren Vorerkrankungen ist kürzlich verstorben. Über die Todesursache kann derzeit noch keine Aussage gemacht werden.

Coronafälle werden untersucht

Im Kanton Graubünden wurden über 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in Alters- und Pflegeheimen vollständig geimpft. Obwohl seither in Heimen keine Ausbrüche mehr verzeichnet wurden, kam es zu vereinzelten Ansteckungen. Dies, weil auch unter den besonders gefährdeten Menschen in Alters- und Pflegeheimen keine Impfpflicht besteht und sich nicht alle Personen impfen liessen. Auch nach Impfungen kann es zu Erkrankungen kommen, insbesondere, wenn erst eine Impfung verabreicht wurde oder die zweite Impfung noch nicht so lange zurückliegt. Der volle Impfschutz wird 14 Tage nach der zweiten Dosis erreicht, wie der Kanton weiter schreibt.

Schutzmassnahmen sind weiterhin einzuhalten

Die Ursache für die Fallhäufung werde derzeit durch das Gesundheitsamt Graubünden und externe Fachpersonen untersucht. Das Gesundheitsamt rufe geimpfte Personen dazu auf, sich trotz Impfung strikte an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Eine Impfung schütze vor einem schweren Krankheitsverlauf. Studien aus Israel und Grossbritannien liefern erste Hinweise, dass Impfungen auch vor Übertragungen schützen können, noch fehlen dazu aber gesicherte Daten.

Fallhäufung im Ausreisezentrum Flüeli

Am Donnerstagabend registrierte das Contact Tracing zudem eine Häufung von Coronafällen im Ausreisezentrum Flüeli in Valzeina. Es wurden 17 von 24 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt hat das Ausreisezentrum unter Quarantäne gestellt und die betroffenen Personen isoliert – sie haben milde Verläufe. Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis verbringen die Quarantäne in Einzelzimmern. Das Ausreisezentrum hat derzeit eine Belegung von rund 50 Prozent.

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