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Wildhut besendert Wolf des Beverinrudels

Wildhut besendert Wolf des Beverinrudels

Bei Hinterrhein im Rheinwald ist ein Wolf des Beverinrudels in Siedlungsnähe betäubt und mit einem GPS-Halsband versehen worden.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Aus dem Leben
Die Besenderung eines Wolfes dient auch der Vergrämung. Hier ist ein Symbolbild zu sehen.
PIXABAY

Ein Wolf des Beverinrudels trägt jetzt ein GPS-Halsband. Der Wolf ist nach Einbruch der Dunkelheit zu einem gerissenen Wildtier zurückgekehrt, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei zu einer Besenderungsaktion vom Samstag schreibt. Die Wildhut habe sich in der Nähe des Kadavers eingerichtet und den Wolf mit einem Betäubungspfeil sedieren können. Beim Tier habe es sich um ein 35 Kilogramm schweres Männchen gehandelt.

Gemäss dem Amt für Jagd und Fischerei dient die Besenderung mehreren Zwecken: Durch den GPS-Sender können der Aufenthalt des Wolfes und dessen Bewegungen verfolgt werden. Die Behörden erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse über das Verhalten und die bevorzugten Aufenthaltsorte der Wölfe. Die Besenderung soll aber auch eine vergrämende Wirkung haben: Setzt ein Wolf die Behandlung und Besenderung mit einem negativen Erlebnis gleich, sollte er die Nähe zu Menschen in Zukunft stärker meiden.

Grosse Wolfspräsenz im Rheinwald

Wie das Amt schreibt, halten sich einzelne Wölfe auch tagsüber in Siedlungsnähe auf. Sie würden sich weniger scheu gegenüber dem Menschen zeigen. Diese Tiere sollten nach Möglichkeit vergrämt werden. Damit diese Vergrämung seine Wirkung zeige, müsse sie in der Nähe von menschlichen Einrichtungen erfolgen.

Kadaver von gerissenen Wildtieren werden entsorgt, wenn sie im Siedlungsgebiet gefunden werden. Sobald sich die Hirsche wieder in höhere Lagen zurückziehen, werden auch Wölfe bald weniger zu sehen sein, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei mitteilt. (jas)

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