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Junge Chinesinnen lassen Diamantenhändler strahlen

Amerikaner und junge Chinesinnen bringen das lange stagnierende Geschäft mit Diamanten wieder in Schwung. Die Branche wuchs im vergangenen Jahr um zwei Prozent.

Agentur
sda
Donnerstag, 04. April 2019, 15:26 Uhr München
Zugegeben: Einen solchen Klunker kann sich nicht Jede(r) leisten. (Archivbild)
Zugegeben: Einen solchen Klunker kann sich nicht Jede(r) leisten. (Archivbild)
KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Die Minen haben mit 151 Millionen Karat «sogar fast 20 Prozent mehr Rohdiamanten geschürft», teilte die Unternehmensberatung Bain und das Antwerp World Diamond Center am Donnerstag mit.

In China, wo die Nachfrage seit 2013 stagniert hatte, begeisterten sich plötzlich vor allem gut verdienende junge Frauen für Brillantschmuck.

Influencer beeinflussen Chinesinnen

«Diesen lassen sie sich nicht wie üblich schenken, sondern kaufen ihn zunehmend selbst.» Diese für die Branche neuen Kundengruppen orientieren sich bei ihrer Kaufentscheidung vor allem an Influencern, Bewertungen und Likes in den sozialen Netzwerken.

Auch wohlhabende US-Amerikaner kauften wieder viel mehr Diamanten, teilte Bain mit. Der europäische Markt habe sich dank dem stärkeren Euro und der Nachfrage von Touristen belebt.

In Japan sorgte der positive Arbeitsmarkt für stärkere Nachfrage. Der positive «Trend wird sich voraussichtlich bis in die 2030er Jahre fortsetzen», sagte Bain-Luxusmarktexperte Oliver Merkel.

Der deutliche Anstieg der Produktion habe sich zunächst auf Steine niedriger Qualität beschränkt. Inzwischen seien die Preise pro Karat jedoch gestiegen, «da zunehmend grössere Steine von noch dazu höherer Qualität gefragt waren».

Kunststeine

Künstliche, im Labor erzeugte Diamanten hätten sich ebenfalls am Markt etabliert. Selbst Traditionshersteller wie DeBeers vertrieben die Kunststeine.

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