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Tribunal: Kein Beweis gegen Hisbollah und Syrien bei Hariri-Attentat

Im Strafprozess zum Attentat auf den früheren libanesischen Premier Rafik Hariri vor 15 Jahren sehen die Richter keine direkten Beweise für eine Beteiligung der Führung der Hisbollah oder Syriens.

Agentur
sda
Dienstag, 18. August 2020, 13:45 Uhr Den Haag
Norman Farrell (vorne, r), Chefankläger aus Kanada, nimmt an einer Sitzung des von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunals teil. Der Mord an Libanons ehemaligem Regierungschef Hariri schockte 2005 die Welt. Foto: Piroschka Van De Wouw/pool…
Norman Farrell (vorne, r), Chefankläger aus Kanada, nimmt an einer Sitzung des von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunals teil. Der Mord an Libanons ehemaligem Regierungschef Hariri schockte 2005 die Welt. Foto: Piroschka Van De Wouw/pool…
Keystone/pool Reuters/AP/Piroschka Van De Wouw

Das erklärte das Gericht des Sondertribunals zum Libanon am Dienstag in Leidschendam bei Den Haag.

Vier Libanesen, die der pro-syrischen Hisbollah angehören sollen, sind wegen des Terroranschlages von 2005 angeklagt. Die vier sind flüchtig. Das auf Initiative der UN errichtete Tribunal hatte sechs Jahre lang in Abwesenheit der Angeklagten verhandelt. In dem Verfahren gebe es fast ausschliesslich indirekte Beweise, sagte das Gericht. Die Urteilsverkündung sollte mehrere Stunden dauern. Das Urteil umfasst nach Angaben des Gerichts mehr als 2600 Seiten.

Bei dem Sprengstoffattentat waren ausser Hariri weitere 21 Menschen getötet und 226 verletzt worden. Viele Libanesen geben Syrien die Schuld an dem Anschlag. Das Land hatte zu dem Zeitpunkt Truppen im Libanon stationiert.

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