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Corona-Krise in Italien: Rund 200 Anzeigen gegen die Regierung

Zahlreiche Menschen in Italien haben Regierungschef Giuseppe Conte, Aussenminister Luigi Di Maio und andere Kabinettsmitglieder wegen ihrer Corona-Politik angezeigt. Die Staatsanwaltschaft in Rom informierte die Regierung über die Vorwürfe, wie das Presseamt Contes am Donnerstag mitteilte. Es geht bei den Anzeigen zum Beispiel um Amtsmissbrauch, Totschlag und die Einschränkung der Bürgerrechte. Allerdings habe die Anklagebehörde auch geschrieben, sie halte die mehr als 200 Vorwürfe für «unbegründet und werde sie daher zu den Akten legen».

Agentur
sda
Donnerstag, 13. August 2020, 21:27 Uhr Rom
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Foto: Claudio Peri/Pool Ansa/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Foto: Claudio Peri/Pool Ansa/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Keystone/LaPresse via ZUMA Press/Claudio Peri/Pool Ansa

Premier Conte schrieb auf Facebook: «Einige warfen uns vor, zu harte Massnahmen zu ergreifen, andere warfen uns vor, keine ausreichenden Massnahmen zu beschliessen oder sie zu spät zu ergreifen.» Weiter erläuterte der Jurist: «Wir haben uns im Handeln immer nach der Wissenschaft und dem Gewissen gerichtet.»

Italien registriert bisher mehr als 35 000 Corona-Tote. Die Zahl der Menschen, die sich seit Februar nach offiziellen Angaben mit dem Virus angesteckt haben, lag am Donnerstag bei über 252 000, das waren 523 Infektionen mehr als am Vortag.

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