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Borell: Türkei muss Bohrungen südlich von Zypern einstellen

Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borell hat am Freitag die Türkei aufgefordert, die zyprische Ausschliessliche Wirtschaftszone (AWZ) nicht mehr zu verletzen und das internationale Seerecht zu respektieren.

Agentur
sda
Freitag, 26. Juni 2020, 15:46 Uhr Nikosia
ARCHIV - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell während einer Presekonferenz in Brüssel. Foto: Virginia Mayo/AP Pool/dpa
ARCHIV - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell während einer Presekonferenz in Brüssel. Foto: Virginia Mayo/AP Pool/dpa
Keystone/AP Pool/Virginia Mayo

«Die türkischen illegalen Bohrungen müssen stoppen», meinte Borell auf Twitter Kurznachrichtendienst. Zuvor hatte er an Bord eines Hubschraubers zusammen mit dem zyprischen Verteidigungsminister Savvas Angelides die umstrittene Region südlich und südwestlich von Zypern überflogen, wie der zyprische Staatsrundfunk (RIK) berichtete.

Internationale Energieunternehmen hatten im Auftrag Zyperns in den vergangenen Jahren reiche Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden vor der drittgrössten Mittelmeerinsel entdeckt. Dies führte zu schweren Spannungen zwischen Ankara und Nikosia. Die Türkei erkennt nämlich Zypern nicht an und lehnt die Suche nach Erdgas vor einer Lösung der Zypern-Frage und ohne die Zustimmung der türkischen Zyprer ab.

Ein türkisches Bohrschiff, die Yavuz, befindet sich seit Monaten südwestlich von Zypern in der zyprischen Ausschliesslichen Wirtschaftszone (AWZ) und führt Probebohrungen durch. Auch andere türkische Schiffe hatten in den vergangenen Monaten Forschungen und Bohrungen rund um Zypern durchgeführt. Die EU hat dies wiederholt verurteilt.

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