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Pult per Videobotschaft: «Es ist Zeit, dem Filz entgegenzutreten»

Am Parteitag der SP Graubünden in Schiers standen zahlreiche Traktanden auf dem Programm. Speziell waren die Verabschiedung von alt Regierungsrat Martin Jäger und eine Rede von Ständeratskandidat Jon Pult, der zwar krankheitsbedingt nicht vor Ort war, aber dennoch mit einer Rede von sich reden machte.

Südostschweiz
Samstag, 13. April 2019, 16:27 Uhr Parteitag

Die Mitglieder treffen ein. Bald geht es los mit dem Parteitag 2019: Für das Klima, für den Fortschritt! #PT2019

Gepostet von SP Graubünden - PS Grischun - PS Grigioni am Samstag, 13. April 2019

Der Parteitag der SP Graubünden am Samstag in Schiers stand im Zeichen der kommenden Wahlen. Dazu wurde die Kampagne «Für das Klima, für den Fortschritt» vorgestellt.

Unsere Wahlplattform ist verabschiedet. Für den Fortschritt, für das Klima. Hier lesen: http://www.sp-gr.ch/wp-content/uploads/2019/04/Wahlplattform.pdf #PT2019

Gepostet von SP Graubünden - PS Grischun - PS Grigioni am Samstag, 13. April 2019

Als Gast stellte die Wahlkampfleiterin der SP Schweiz, Nadine Masshardt, den Bündner Genossen das Wahlkampfprogramm vor: «Nur wenn wir die rechte Mehrheit brechen, wird Fortschritt möglich», sagte Masshardt.

In der Folge beschloss der Parteitag die Ja-Parole zur Steuerreform und AHV-Finanzierung, über die am 19. Mai abgestimmt wird. Anschliessend erläuterte Nationalratskandidatin Erika Cahenzli-Philipp die Vorlage zur Übernahme der EU-Waffenrichtlinie. «Weniger Waffen = weniger Waffengewalt!», sagt Cahenzli-Philipp. Der Parteitag beschliesst einstimmig die Ja-Parole. Nach der Vorstellung der Sonderjagd-Initiative durch Grossrat Andri Perl beschliesst der Parteitag die Nein-Parole dazu.

Und schliesslich verabschiedete die Bündner SP alt Regierungsrat Martin Jäger mit einer Standing Ovation. Über 40 Jahre stand Jäger für die sozialdemokratische Sache, schreibt die Partei auf Facebook.

Und dann sprach Ständeratskandidat Jon Pult zur Versammlung. Allerdings nicht vor Ort; grippeerkrankt schaltete er sich per Video nach Schiers:

Pult  fasste seine vorbereitete Rede kurz zusammen: «Es ist Zeit für eine neue Generation in der Politik und besonders im Ständerat. Eine Generation die sich von der bunten Klimajugend und nicht von grauen Populisten inspirieren lässt. Eine Generation die Politik aus Überzeug und nicht für das Portemonnaie macht. Es ist Zeit für konkrete Massnahmen gegen die Klimakatastrophe. Wir brauchen einen Finanzplatz der kein Geld in fossile Energie pumpt. Wir brauchen mehr Bahn- und mehr Elektromobilität. Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie. Es ist Zeit für eine gesunde Natur, für Massnahmen gegen Pestizide in unseren Gewässern und auf unseren Tellern. Es ist Zeit für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Es ist Zeit für Fortschritt, für Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen. Für beste Kinderbetreuung für echte Elternzeit, für bezahlbare Krankenkassenprämien, für gleiche Rechte und Chancen für alle. Es ist Zeit für eine offene Schweiz, die europäisch denkt und handelt. Aber auch Löhne schützt, Renten sichert und unsere Sozialwerke stärkt. Es ist Zeit gegen diejenigen anzutreten die für sich und ihre Freunde Extrawürste fordern und gleichzeitig auf Menschen herumtrampeln, die sich kaum wehren können. Zeit für unabhängige Köpfe statt für verbandelte Lobbyisten. Zeit dafür, dem Filz entgegenzutreten. Es ist Zeit, Zeit für Leidenschaft statt Kalkül in der Politik. Zeit für klare Worte in Bern.» (phw)

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