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Leserbrief

Wahlen ohne Auswahl?

Christian Simeon,
17. Mai 2018, 10:26:53

Am 10. Juni werden die Mitglieder des Grossen Rates gewählt. Wie man den Medien entnehmen konnte, kandidieren für die zwei Sitze des Kreises Alvaschein gerade mal zwei Personen. Aktuell verfügt der Kreis Alvaschein quasi über drei Grossräte, weil der für den Kreis Belfort gewählte Grossrat durch die Gemeindefusion Albula/Alvra nun im Kreis Alvaschein wohnt und der Kreis Belfort selber eine Vertretung aus dem eignen Kreis möchte. Daniel Albertin hat an der letzten Gemeindeversammlung die Gründe erklärt, warum er als Bisheriger den anderen den Vorrang gelassen hat. Das mag aus Sicht der anderen Kandidaten sinnvoll sein, die sich somit keinem Wahlkampf stellen müssen, aus Sicht der Wählerschaft und der Demokratie ist dies unbefriedigend. Da könnte man sich den Wahlgang gerade sparen. Wohlverstanden: wir richten uns nicht gegen einen der beiden Kandidaten, sondern möchten einfach eine richtige (Aus-)Wahl haben!

Wir finden es wichtig, dass Personen, welche in den Gemeinden Führungsverantwortung haben, den direkten Draht zum Kanton haben. Dies trifft gerade für einen Gemeindepräsidenten zu, der mit grosser Kompetenz und Einfühlungsvermögen sein Amt ausführt. Er ist zudem Vorstandsmitglied des Schweizerischen Gemeindeverbandes, ist damit auch schweizweit gut vernetzt und schaut über den Tellerrand hinaus. Mit seiner politischen Erfahrung und wertschätzenden Art kann er für die Region Albula und den Kanton Graubünden weiterhin wichtige Akzente setzen. Er hat sich klar geäussert, dass er bei einer Wahl das vom Volk erteilte Mandat annehmen werde, auch wenn er sich aufgrund der Ausgangslage kaum Chancen einräume, gewählt zu werden. Beweisen wir ihm das Gegenteil! Wir ermuntern Sie, ihm Ihre Stimme zu geben. Unsere Stimme hat er schon mal: Daniel Albertin weiterhin in den Grossen Rat!

Franz Balzer, Benno Bossi, Aurelio Augustin, Christian Simeon

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