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Die Line Ups im Check

Über 20 Openairs und Festivals finden diesen Sommer in der Südostschweiz statt. Wir haben die Line Ups etwas genauer unter die Lupe genommen.

Carmen
Hartmann
Donnerstag, 14. Juni 2018, 04:30 Uhr Südostschweiz Festivalsommer

«Unglaublich, was da alles abgeht bei uns», sagt RSO-Musikredaktor Michael Brüngger mit einem Blick auf die Festivalübersicht in der Südostschweiz. Über 20 Open Airs seien schon fast übertrieben für das Gebiet, wobei man diese Anzahl auch ein wenig relativieren muss. Die Open Airs in der Südostschweiz sind zwar zahlreich, darunter sind dafür aber auch sehr kleine und spezifische Festivals. Gerade ein Burning Mountain Festival in Zernez oder ein Shankra Festival in Lostallo sind schliesslich nichts für jedermann. Wer nicht weiss, welche Art von Musik dort gespielt wird - hier ein Einblick:

Zurück zum Mainstream und damit zum grössten Südostschweizer Festival: dem Openair Lumnezia. Das Line Up in diesem Jahr sei durchaus sehenswert, findet Michael Brüngger. Insbesondere die britische Musikgruppe Faithless könnte sich als Stimmungsmacher entpuppen, ist diese doch für ihre spektakulären Live-Sessions bekannt und mit dem Song «Insomnia» in unseren Gehörgängen eingebrannt.

Auf nationaler Ebene stechen beim diesjährigen Lumnezia vor allem Bündner Acts heraus. Darunter die Churer Formation Breitbild, die im Tal des Lichts ihr einziges Konzert in diesem Jahr gibt. Nicht zu vergessen der von SRF3 gepushte und seither überfliegende Hedgehog, «bandXost»-Gewinner Kaufmann, Pascal Gamboni oder auch unser Musiker des Jahres 2017 Ali.

Auch die beiden nächstgrösseren Festivals, das Open Air Sound of Glarus und das Seenachtfest in Rapperswil-Jona können punkto nationaler Acts mit dem Lumnezia mithalten. Spielen in Degen beispielsweise Baba Shrimps oder James Gruntz, ist auch in Glarus und Rapperswil-Jona von Hecht über Kunz bis hin zu Stefanie Heinzmann oder Baschi für jeden Geschmack etwas dabei.

Kleine Perlen mit «grossen Acts»

Für Musikredaktor Michael Brüngger sehen allerdings auch die Line Ups der kleineren Open Airs vielversprechend aus. Diese Festivals würden sich vor allem durch die nicht vorhandene «unerträgliche» Menschenmasse von den Grossen wie St. Gallen oder Frauenfeld abheben - aber trotzdem mit Musik punkten. Überrascht sei er besonders von dem Programm des diesjährigen Chapella Openairs.

Ihr kennt Hot Like Sushi nicht? Voilà:

Für eine Überraschung sorgt auch der Headliner des Open Air Flumserberg - es ist nicht wie zu erwarten ein Schlager- oder Volksmusikstar, sondern Zucchero. Der italienischer Sänger gastiert neben Maite Kelly als musikalischer Aussenseiter auf dem Flumser Hausberg.

«Unsere Locations machen die Festivals zu etwas Besonderem», sagt Michael Brüngger und diese würden neben den Besuchern auch Künstler aus aller Welt anlocken. Die Bergkulisse, sei es im Sarganser- oder Bündner Oberland - mache unsere Open Airs zu einem Highlight.

Nicht-Radio-Musik löst Begeisterung aus

Wenn wir gerade beim Schlager sind: Auch hier gibt es allerhand Veranstaltungen diesen Sommer, welchen dieses Genre abdecken. Kunz, Trauffer oder auch der Männerchor Heimweh lassen die Zuschauerherzen höher schlagen - und das obwohl ihre Songs nicht (oder nur selten) in den Radios gespielt werden. Ein Erklärungsversuch unseres Musikredaktors:

Selbstverständlich haben wir auch hiervon die ein oder andere Hörprobe für Euch:

Fazit: Wir freuen uns - auf verschiedene Künstler, verschiedene Locations und jede Menge gute Musik. Der Südostschweizer Festivalsommer kann kommen!

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