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100 Tonnen schwerer Fels landet in Brienz

Die Unwettermeldungen gehen weiter: In Brienz ist es am Dienstagnachmittag zu einem Felssturz gekommen. Der Felsbrocken wird auf rund 100 Tonnen geschätzt.

Südostschweiz
Montag, 12. August 2019, 16:49 Uhr Geröll- und Schlammlawinen

Nachdem am Montag bereits einige Murgänge und auch Felsstürze auf den Bündner Strassen landeten, wird es auch am Dienstag noch nicht ganz ruhig. Auf der Hauptstrasse zwischen Lantsch/Lenz und Brienz in der Gemeinde Albula ist ein Stein von rund 100 Tonnen ins Tal gedonnert, bestätigt Nadja Wielath, Medienverantwortliche beim Tiefbauamt Graubünden.

«Der Stein ist auf einem Privatgrundstück gelandet. Wir haben die Strasse dennoch aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wir wollen beobachten, ob nicht noch mehr Gestein ins Tal kommt», sagt Wielath.

Das Gebiet bei Brienz ist sowieso felssturzgefährdet. «Es handelt sich jedoch momentan um einen einzelnen Stein. Wir beobachten die Situation weiter.»

Was bisher in Graubünden geschah:

«Unwetter-Warnstufe Rot» vermeldet die Metecentrale am Montagmorgen. Während dem ganzen Tag wurde Graubünden von grossen Regenfällen heimgesucht. Vor allem in der Surselva und im Misox wurde vor sehr starkem Regen, grossen Niederschlagsmengen und Sturmböen gewarnt. In der Zugbahn des Unwetters befanden sich unter anderem Mesocco, San Bernardino, Vals, Sumvitg und Disentis. Aber auch Davos und Arosa, wo schon über Nacht am meisten Regen fiel.

Der starke Regen, der teilweise auch am Montagabend nochmals einsetzte, ist auf den Bündner Strassen zu spüren. So musste am Dienstagvormittag die Strasse nach S-Charl gesperrt werden. Grund dafür sind Murgänge, wie die Gemeinde mitteilte. Am späteren Nachmittag konnte die Strasse aber wieder geöffnet werden. Bereits im August 2017 war die Val S-Charl nach einem Unwetter lange ohne Zufahrt und ohne Strom von der Aussenwelt abgeschnitten.

Am Montagnachmittag lösten sich bei Innerferrera ausserdem grosse Felsbrocken, wie auch ein Bild eines Leserreporters zeigt. Mediensprecher Roman Rüegg bestätigte um 17 Uhr am Montag folgende Strassensperrungen und bis Dienstag 7 Uhr hat sich nichts an der Lage verändert:

  • Die Lukmanier-Passstrasse ist wegen eines Rüfenniedergangs zwischen der Passhöhe und Campra gesperrt. Die Bündner Seite bis zum Hospiz ist immer noch befahrbar.
  • Die Kantonsstrasse zwischen Innerferrera und Cresta ist wegen einem Erdrutsch in beide Richtungen nicht befahrbar.
  • Ausserdem war der Malojapass am Montag gesperrt. Seit 16.30 ist er jedoch wieder befahrbar. Laut Rüegg ist aber mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Das Gebiet der Stufe Rot weitete sich im Laufe des Tages in Richtung Osten weiter aus, wie die Karte von Meteocentrale zeigte. Mittlerweile hat sich die Lage im Kanton laut der Karte beruhigt und ist am frühen Dienstagmorgen im grünen Bereich. «Obwohl es am Montagabend noch massive Niederschläge gab, hat sich dies nicht gross auf die Strassen ausgewirkt und es mussten keine weitere gesperrt werden», sagt auch Rüegg.

Ob auch beim Weg ins Avers bald grünes Licht gegeben werden kann, wird am frühen Dienstagnachmittag neu beurteilt. Laut Rüegg laufen zurzeit die Aufräumarbeiten. (rac/nua)

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