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Gabentempel zügelt an neuen Standort

Der Gabentempel des eidgenössischen Schützenfests von 1842, der bisher beim Churer Schützenhaus stand, ist vorübergehend von der Bildfläche verschwunden. In gut zwei Monaten wird er dann aber an einem neuen Standort wieder aufgebaut.

Patrick
Kuoni
Freitag, 15. März 2019, 04:30 Uhr Beim Churer Schützenhaus abgebaut

Wer in den letzten Tagen am Churer Schützenhaus vorbei spaziert ist, dem ist wohl aufgefallen, dass der Gabentempel, der lange Jahre an diesem Standort zu finden war, nicht mehr anzutreffen ist. Der Tempel des eidgenössischen Schützenfests von 1842 fiel aber nicht etwa Vandalen zum Opfer, sondern wurde von der Stadt Chur abgebaut. Dies, um ihn auf dem Rosenhügel wieder aufzubauen. Der Aufbau am neuen Standort soll mit dazu beitragen, dass die um das Jahr 1850 erstellte Anlage wieder zu einem attraktiven Naherholungsgebiet für die Churer wird.

Wie Marco Cavelti, Leiter des Churer Hochbauamts erklärt, wird der Gabentempel aktuell restauriert, bevor er dann im Mai auf den Rosenhügel verlegt und am 2.Juni 2019, zum Start des Kunstprojekts «Begegnungen» (siehe Kasten), in «Betrieb» genommen wird.    

Es ist nicht das erste Mal, dass der historische Gabentempel seinen Platz auf dem Rosenhügel findet. Hier stand er schon einmal, bis ins Jahr 1985. 

Begegnungen 2019
Im Sommerhalbjahr werden am Rosenhügel und als Erweiterung der Parkanlage am Hirschbühl 13 zeitgenössische Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz und dem nahen Italien ortsspezifische Arbeiten entwickeln. Im Vordergrund steht der konkrete Umgang mit der Parkanlage, mit dessen Geschichte und den aktuellen Gegebenheiten. Einen Schwerpunkt wird das skulpturale Schaffen bilden, wodurch der Spielraum zwischen der Natur, dem ­Idyllischen der Parkanlage und der Künstlichkeit ausgelotet werden soll. Begegnungen 2019 soll gemäss Veranstaltern ein unverbindliches Angebot darstellen, einen besonderen Raum zu erkunden und sich mit Kunst und Natur auseinanderzusetzen. Das Projekt soll auch ein altes Ansinnen neu beleben und interpretieren: den Rosenhügel als frei zugänglichen Ort des Flanierens, der Musse und des Studiums von Natur und Landschaft zu positionieren.

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