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Stadtpräsident will weniger Churer Feste

Stadtpräsident Urs Marti könnte sich für das Churer Fest einen neuen Rhythmus vorstellen.

Denise
Erni
Samstag, 11. August 2018, 11:30 Uhr Neuer Rhythmus
Der Churer Stadtpräsident Urs Marti schlägt für das Churer Fest einen neuen Rhythmus vor.
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Tausende Besucher werden ab nächstem Freitag wieder in die Bündner Hauptstadt strömen und das Churer Fest besuchen. Der Aufwand für dieses Fest ist immens und kostet Geld. Geld, das mangels Sponsoren immer weniger vorhanden ist. Doch neben dem Geld mangelt es auch an freiwilligen Helfern.

Churer Fest: Wie weiter?

«Grundsätzlich stellt sich auch beim Churer Fest, wie bei vielen solchen Veranstaltungen in der Schweiz, die Frage: Wie weiter?», sagt Stadtpräsident Urs Marti beim «Zmorga» mit der Zeitung «Südostschweiz».

Marti, der selber zehn Jahre im Organisationskomitee des Stadtfestes war, wird konkret: «Ich könnte mir vorstellen, dass der Rhythmus geändert und man das Fest nur noch alle zwei Jahre durchführen würde. So wie es andere Städte in der Schweiz schon machen, um die Ressourcen der Freiwilligen zu schonen.»

Auf Anfrage von Radio Südostschweiz konkretisierte Marti, dass die Vereine Mühe haben, Freiwillige zu finden. Aber diese benötige es, um am Churer Fest die Vereinskassen zu füllen. Marti weiss von Vereinsmitgliedern, die eher bereit seien, einen höheren Mitgliederbeitrag zu bezahlen, als beispielsweise am Churer Fest zu arbeiten.

Der Churer Stadtrat möchte die Rhythmus- wie auch weitere Fragen mit dem Organisationskomitee weiter besprechen. «Das OK hat mit uns das Gespräch gesucht und wir haben verschiedene Punkte besprochen – aber noch nichts beschlossen», so Marti. Weiter sollen am Churer Fest auch die diversen Plätze wieder mit Musik und Erlebnis belebt werden. Das Churer Fest soll ein kultureller Höhepunkt im Kalender werden, so Marti weiter. «Es ist eine stetige Aufgabe, dass die Qualität, die Freude und das Churer Fest insgesamt attraktiv bleiben.»

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