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Taminser Pfarrer predigt in Euren Wohnzimmern

Robert Naefgen-Neubert hat das Experiment gewagt und am Sonntagabend seinen Gottesdienst via Kurznachrichtendienst Twitter und über Facebook live übertragen. Damit hat der Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Tamins-Bonaduz-Rhäzüns über 600 Menschen erreicht.

Corinne
Raguth Tscharner
Montag, 09. Dezember 2019, 20:51 Uhr #Tamins19

Am Sonntagabend konnte der Gottesdienst von Pfarrer Robert Naefgen-Neubert nicht nur vor Ort im Taminser Gotteshaus verfolgt werden, sondern beispielsweise auch zuhause auf dem Sofa, beim Kochen oder beim Radeln auf dem Hometrainer. Möglich gemacht hat dies eine Idee, die Naefgen-Neubert gemeinsam mit anderen vor drei Jahren auf dem Weihnachtsmarkt in Chur entwickelte: Mit der Unterstützung von Journalist und «Südostschweiz»-Kolumnist Christian Ruch soll der Gottesdienst auf Twitter und auf Facebook stattfinden. Der erste Social-Media-Gottesdienst der Region sozusagen.

Diese Idee wurde schliesslich am Sonntag in Form von Live-Streams umgesetzt. Über den Facebook-Account der Kirchgemeinde und über den Twitter-Account von Christian Ruch wurde aus unterschiedlichen Perspektiven gefilmt und live übertragen.

Gepostet von Reformierte Kirchgemeinde Tamins-Bonaduz-Rhäzüns am Sonntag, 8. Dezember 2019

Der Livestream auf der Facebook-Seite der Kirchgemeinde Tamins-Bonaduz-Rhäzüns. FACEBOOK

Werden beide Streams zusammengezählt, haben über 600 Personen den Gottesdienst entweder live gesehen oder den Stream im Nachhinein angeschaut (Stand: Montagabend, 09. Dezember). «Das ist von mir aus gesehen ein Erfolg. So viele Zuhörer habe ich sonst sonntags nicht», zieht Naefgen-Neubert mit einem hörbaren Schmunzeln am Telefon ein positives Fazit.

Eine Herausforderung war laut Naefgen-Neubert die Technik. Damit eine Übertragung überhaupt möglich war, musste in der Kirche Tamins ein temporäres W-Lan-Netz installiert werden. «Weder Christian Ruch noch ich verfügen über ein Equipment – Stative oder andere technische Hilfsmittel -, das ein perfektes Bild hergibt», erklärt der Pfarrer. Trotz zusätzlichen, spontan helfenden Händen, habe man gemerkt, dass es eine Premiere sei. «Wie das so ist: Man lernt beim ersten Mal, damit man es beim zweiten Mal besser macht.»

Und ein zweites Mal soll es dann auch tatsächlich geben. «Vielleicht wagen wir im Sommer ein Social-Media-Gottesdienst 2.0», so Naefgen-Neubert. Dann hofft der Pfarrer, dass die Zuhörer und Zuschauer auch selbst das Handy zücken und über die Hashtags #Tamins19 und #HolyHashtag vermehrt aktiv mitmachen und den Gottestdienst mitgestalten.

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