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Mutterkühe auf dem Wanderweg? Generell ruhig bleiben!

Wandern - der Schweizer Volkssport Nummer 1. Doch auf den Wanderwegen sind nicht nur Menschen, sondern manchmal auch Kühe. Wenn diese Kälber bei sich haben, kann es gefährlich werden. Bei RSO gab Alpwirtschaftsberater Töni Gujan Tipps, wie man sich in solchen Situationen verhalten soll.

Südostschweiz
Mittwoch, 13. Juni 2018, 04:30 Uhr Respekt ist gut, Angst nicht nötig
Beim Wandern sollte man Respekt vor Mutterkühen haben.
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Wenn Menschen beim Wandern auf Mutterkühe treffen, kann es brenzlig werden. Drei Punkte gebe es zu beachten, weiss Alpwirtschaftsberater Töni Gujan auf Nachfrage des RSO.

  • Hunde an die Leine nehmen
  • Kälber nicht anfassen
  • Abstand zu den Kühen halten

«Wer einen Begleithund dabei hat, soll ihn unbedingt an der Leine führen», so Gujan. Als zweiten Punkt nennt er, die Kälber nicht anzufassen und wichtig sei auch, einen grossen Abstand zu den Kühen zu halten.

Wie gross muss man sich einen solchen Abstand vorstellen? Je nach Situation empfiehlt er, grob 50 Meter Abstand zu halten, «umso grösser, umso besser». Es komme auf das Gelände darauf an und ob die Mutterkuh ein Kalb bei sich hat.

Dass Kühe in den letzten Jahren allgemein aggressiver geworden sind, würde Gujan so nicht bestätigen. Es gebe verschiedene Gründe, weswegen es zu solchen Unfällen kommt. Die Mutterkuh-Haltung habe aber zugenommen.

Respekt ist gut, Angst nicht nötig

Konkret: Der Wanderweg führt durch eine Kuhherde hindurch. Nützt es auch etwas, wenn man beruhigend auf die Kühe einredet? «Generell sollte man einfach ruhig bleiben. Respekt ist sicher gut, aber eine grosse Angst muss man nicht haben«, erklärt der Profi. Bei einem Angriff rät er aber zur Defensive: «Ich würde probieren, langsam wegzulaufen. Vielleicht bleibt die Kuh dann stehen und man kann unter einem Zaun hindurch.»

Im 2015 wurde in Laax eine Wanderin von einer Mutterkuh tödlich verletzt, seither ist es diesbezüglich aber wieder ruhig geworden. (so)

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Diesen Artikel finde ich eine unverfrorene Unverschämtheit!
Im angeblichen "Wanderparadies GR" liegt das Risiko offenbar beim hoch zahlenden Gast und ebenso unschuldigen Einheimischen und nicht beim Verursacher Landwirtschaft (die längst auf glockenfreie Ziegen hätte umstellen sollen gemäss meinem Rat, zumal Ziegenmilch wohl auch gesünder ist).
Alpwirtschaftsberater Töni Gujan: "Je nach Situation empfiehlt er, grob 50 Meter Abstand zu halten, «umso grösser, umso besser». Respekt ist sicher gut, aber eine grosse Angst muss man nicht haben«, erklärt der Profi. Bei einem Angriff rät er aber zur Defensive: «Ich würde probieren, langsam wegzulaufen. Vielleicht bleibt die Kuh dann stehen und man kann unter einem Zaun hindurch.»"
Arosahumorfestival? Verhöhnen kann ich mich selbst. Diese Dreistigkeit dürfte ihre Ursache direkt in der quasi Umkehrung der Haftungsfrage haben. Ich wurde schon zweimal von einer Kuh bzw. einer ganzen Bande Mobil-Rindfleisch angegriffen, und ein Zaun war deshalb nicht in der Nähe Herr Gujan, weil wenn einer in der Nähe gewesen wäre, ich von Anfang an auf dessen anderer Seite meines Weges getrottet wäre (und auch das nur mit Vorwissen).
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2018-03-11/sertig-pferde…
Aus meinem Kommentar 19.7.2016:
Wenn Koteletts auf Hufen auf oder bei "Ihrem" (in Wirklichkeit "deren") Wanderweg stehen, gilt nicht Highnoon, sondern dann dürfen Sie als Wanderer den Zündschlüssel ziehen, Ihren Rollator stehenlassen und klettern lernen – Ihr Pech, wenn das im dortigen Gelände zu Personenschäden anderer Art aber letztlich derselben Ursache führt.
Mein Fazit: Wie man in GR Touristen und Einheimischen gegenüber sich verhält seitens Kommerziellen inklusive Landwirtschaft, finde ich eine Sch...ande, jedenfalls kein Grund um sich ständig marketingrosa selbstzubeweihräuchern.
Mein Rat an Graubünden, lerne von diesen Slogans:
ES GIBT VIEL ZU TUN, PACKEN WIRS AN (Exxon).
WIR REISSEN UNS SECHS BEINE FÜR SIE AUS (Agip).

Diesen Artikel finde ich eine unverfrorene Unverschämtheit!
Im angeblichen "Wanderparadies GR" liegt das Risiko offenbar beim hoch zahlenden Gast und ebenso unschuldigen Einheimischen und nicht beim Verursacher Landwirtschaft (die längt auf glockenfreie Ziegen hätte umstellen sollen gemäss meinem Rat, zumal Ziegenmilch auch gesünder sein dürfte).
Alpwirtschaftsberater Töni Gujan: "Je nach Situation empfiehlt er, grob 50 Meter Abstand zu halten, «umso grösser, umso besser». Respekt ist sicher gut, aber eine grosse Angst muss man nicht haben«, erklärt der Profi. Bei einem Angriff rät er aber zur Defensive: «Ich würde probieren, langsam wegzulaufen. Vielleicht bleibt die Kuh dann stehen und man kann unter einem Zaun hindurch.»"
Arosahumorfestival? Verhöhnen kann ich mich selbst. Diese Dreistigkeit dürfte ihre Ursache direkt in der quasi Umkehrung der Haftungsfrage haben. Ich wurde schon zweimal von einer Kuh bzw. einer ganzen Bande Mobil-Rindfleisch angegriffen, und ein Zaun war deshalb nicht in der Nähe Herr Gujan, weil wenn einer in der Nähe gewesen wäre, ich von Anfang an auf dessen anderer Seite meines Weges getrottet wäre. Claro que si!
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2018-03-11/sertig-pferde…
Aus meinem Kommentar 19.7.2016:
Wenn Koteletts auf Hufen auf oder bei "Ihrem" (in Wirklichkeit "deren") Wanderweg stehen, gilt nicht Highnoon, sondern dann dürfen Sie als Wanderer den Zündschlüssel ziehen, Ihren Rollator stehenlassen und klettern lernen – Ihr Pech, wenn das im dortigen Gelände zu Personenschäden anderer Art aber letztlich derselben Ursache führt.
Mein Fazit: Wie man in GR Touristen und Einheimischen gegenüber sich verhält seitens Kommerziellen inklusive Landwirtschaft, finde ich eine Sch...ande, jedenfalls kein Grund um sich ständig marketingrosa selbstzubeweihräuchern.
Mein Rat an Graubünden, lerne von diesen Slogans:
ES GIBT VIEL ZU TUN, PACKEN WIRS AN (Exxon).
WIR REISSEN UNS SECHS BEINE FÜR SIE AUS (Agip).

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